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Projektwoche Madagaskar am Hümmling Gymnasium Sögel - Reiseinfos

Landesspezifische Sicherheitshinweise für Madagaskar

25.01.2007

Kriminalität: Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen.Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende
Nachrichtenverbindungen) ergeben.

Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels-  verwandt werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar wurde wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner als Reiseland immer beliebter.

Ohne Kenntnisse in der französischen - in ländlichen Gebieten auch der madagassischen - Sprache gestaltet sich eine individuelle ungeführte Reise nach Madagaskar als schwierig und strapaziös. Zwischen den Küstenregionen und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede.

Während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) sind viele nicht asphaltierte Straßen schwer oder gar nicht befahrbar. Vor allem in den östlichen Küstenregionen können zwischen Ende Dezember und Ende März tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise werden uneingeschränkt anerkannt. Der Eintrag von Kindern im Pass miteinreisender Eltern (ohne Lichtbilderfordernis) ist gleichermaßen ausreichend. Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das von der madagassischen Botschaft in 14612 Falkensee, Seepromenade
92 (Brandenburg); Tel.: 03322/2314-0, Fax: 03322/2314-29, E-mail:
info@botschaft-madagaskar.de oder einem der Honorarkonsulate ausgestellt wird. Die Erteilung eines Touristenvisums bei Ankunft am Flughafen ist für die Dauer von 90 Tagen möglich (abhängig vom Rückflug - Verlängerung ausgeschlossen).

Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe  ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.

Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.

Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken,
Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.

Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Pädophilie wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt.

Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist z.T. streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.)

Medizinische Hinweise
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Mit dem Einsetzen der Regenzeit im November 2006 besteht die Gefahr eines erneuten Aufflammens. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie
Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.

Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be. Mit dem Einsetzen der Regenzeit im November 2006 besteht die Gefahr eines erneuten Aufflammens.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet heraus verlangt.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt ferner als sinnvollen
Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und Typhus, sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung wird die Entscheidung getroffen.

HIV / Aids ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.

Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau
aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle (u.a. aktuell Cholera) und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden

Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria sind für viele Landesteile sinnvoll, sie müssen im Beratungsgespräch vor der Reise mit dem Tropenarzt individuell festgelegt werden.

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch.
Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Wegen des Risikos parasitärer Erkrankungen sollte nicht in Süßwasser gebadet werden (Bilharziose, Leberegel). An einigen Stränden (z.B. Tamatave-Stadt) gibt es Haie.

Seit 2002 sind bisher keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Reisende sollten auf strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen achten.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind

-  zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;

-  auf die direkte Einreise aus Deutschland und längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten; für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;

-  nicht unabhängig von individuellen Verhältnissen des Reisenden zu nutzen; vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Tropenmediziner ist unerlässlich;

-  trotz größtmöglicher Bemühungen nicht unbedingt umfassend, genau und aktuell.


Haftungsausschluss
Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden.
Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden.
Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird.
Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen.
In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges AmtBürgerserviceArbeitseinheit 040D-11013 BerlinTel.: (030)
5000-2000Fax: (030) 5000-51000

Quelle Reise Experten
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